Es gibt viele Gründe, warum sich ein Frankreich Urlaub lohnen würde. Die tolle vielseitige Landschaft, die gemütliche Kultur der Franzosen, oder auch die vielen geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten. Aber ein Merkmal Frankreichs, wofür die Franzosen noch bis weit hinaus über ihre Landesgrenze hinweg bekannt sind, ist das gute Essen. Und zu jedem guten Essen gehört natürlich auch ein gutes Getränk. Hier kann Frankreich ganz besonders gut auftrumpfen: mit seinen ausgezeichneten Weinen! Ob Cabernet Sauvignon, Pinot Noir, Merlot oder Chardonnay, diese berühmtesten der Weinsorten kommen in ihrer besten Qualität alle aus Frankreich. Nicht zuletzt durch den Sitz der Internationalen Organisation für Rebe und Wein in Paris wird Frankreichs wichtige Position im Weinanbau und dessen Produktion noch einmal unterstrichen.
Das zweitgrößte Weinerzeuger Land der Welt (nach Italien) bietet so auch viele Möglichkeiten und verschiedenen Ziele innerhalb Frankreichs, um auf einem Weingut einen Urlaub zu verbringen oder auch eine Weinreise mit verschiedenen Verköstigungen zu unternehmen. Begonnen hat die Weinproduktion in Frankreich schon um 600 v.Chr., als die Phoker, eine Gruppe griechischer Einwanderer aus Kleinasien, sich im Süden Frankreichs ansiedelten. Bis heute hat sich daraus eine beachtliche Menge an insgesamt fast 850.000 Hektar großen Weinanbaugebieten entwickelt mit ca. 145.000 Weinbaubetrieben. Über 2/3 der angebauten Weinsorten in Frankreich sind Rot- und Roséweine und nur 1/3 Weißweine. Auf Rang 1 der meist angebauten Rebsorten ist derzeitig der Merlot. Die bekanntesten Weinanbaugebiete sind Bordeaux, das Loire-Tal, die Champagne und das Burgund, das Elsass und die Provence.
Die im Elsass produzierten Weine bieten eine ganz eigene Marke, weil sich in ihnen die Charakteristiken zweier Länder wiederfinden. Da das Elsass zweitweise ein Teil Deutschlands war, konnten Weinerzeuger beider Länder ihr Wissen in den Anbau und die Produktion in bekannte Weinsorten wie den Riesling, Muscat oder den Pinot Gris einfließen lassen.
Die westlicher gelegene Champagne war weltweit die erste Region, in der Schaumwein in großen Mengen hergestellt wurde. Zusammen mit dem in Mittel-Frankreich befindlichen Burgund bieten sich in beiden Teilen Frankreichs relativ gleiche klimatische Bedingungen für den Weinbau. Daher zählen in beiden Gebieten sowohl der Spätburgunder (franz. Pinot Noir) als auch der Chardonnay zu den Hauptrebsorten. Zu den Grand Cru, also den besten Lagen in diesen beiden Regionen zählen die Côte de Nuits und Côte de Beaune in der Burgund als auch die Montagne de Reims oder die Côte des Blancs in der Champagne.

Das im Nordwesten Frankreichs gelegene Weinanbaugebiet Loire, welches sich im Tal entlang des gleichnamigen Flusses und seinen Seitenarmen zieht, ist aufgrund seiner vielfältig angebauten Weinsorten in drei Subregionen eingeteilt. Diese Regionen sind Anjou-Saumur, Pays Nantais und Touraine, in welchem sich alles von trockenen bis halbtrockenen Weißweinen, weißen Desertweinen, leichten Rotweinen, Roséweinen bis hin zu Schaumweinen finden lässt. Einer der bekanntesten Weinsorten des Loire-Tals ist der Sauvignon Blanc.
Südlich der Loire gelegen ist die Region rund um Bordeaux, welches das Weinanbaugebiet in Frankreich mit der höchsten Anzahl an Weinen mit Spitzenqualität ist. In Bordeaux werden verstärkt Cuvées (Verschnittsorten) angebaut, zu denen auch die bekannten Carbernet Sauvignon und Merlot zählen. Insgesamt dürfen heute noch 6 verschiedene Rotweinsorten in Bordeaux verwendet werden, nämlich Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Carménère, Malbec und Petit Verdot.
Die Provence in Südfrankreich rundet die Vielfalt an Anbaugebieten in Frankreich ab, wo sich einerseits ein gleichbleibendes Mittelmeerklima als auch kühlere Gebiete durch unterschiedliche Höhenlagen finden lassen. Hauptsächlich lassen sich hier Weinerzeuger für Roséweine finden. Die Rebsorten, die zum Anbau verwendet werden, sind mindestens 2 der Hauptrebsorten Grenache, Mourvèdre und Syrah für den Rotweinanteil. Zu den für die Verwendung freigegebenen Nebenrebsorten zählen Cinsault, Counoise, Carignan und der Cabernet Sauvignon. Die jeweiligen Anteile der verschiedenen Rebsorten unterliegen strengsten Regelungen, welche bei der Produktion zu beachten sind.
Die Liste an Weinanbaugebieten könnte jetzt noch eine ganze Weile so weitergehen, wodurch schnell deutlich wird, warum Frankreich so bekannt ist für seine guten Weine. Und es zeigt sich auch gut, dass einem entspannten und gemütlichen Wein-Urlaub im Land des guten Geschmacks nichts mehr im Wege steht.
Bildnachweis: Wikipedia Commons - Weinrebe / Weinberg Cote de Nuits

















