Am 6. Januar, dem Dreikönigstag, wird in Frankreich im Kreis der Familie oder unter Freunden der Gâteau des Rois oder aber die Galette des Rois gegessen.
Beim Gâteau des Rois handelt es sich in der Regel um einen Kuchen aus Brioche-Teig, der mit Früchten verziert ist. Die Galette des Rois ist ein Kuchen aus Blätterteig, der mit Marzipan gefüllt ist.
Das besondere dieser Kuchen ist die Füllung. Neben Marzipan oder Früchten ist auch immer eine kleine Figur im Kuchen versteckt.
Ein Rezept für die Galette des Rois gibt es in der Wikipedia.
Das Essen des Kuchens, das auch tirer les rois genannt wird, ist in Frankreich der Höhepunkt des Dreikönigstages. Der Kuchen wird in so viele Stücke zerschnitten wie Personen anwesend sind (je nach Region wird auch ein weiteres Stück beiseite gestellt, dass traditionell für die Jungfrau Maria, heute für Überraschungsgäste bestimmt ist). Der jüngste Anwesende bestimmt nun, wer welches Kuchenstück bekommt.
Beim Essen des Kuchens wird natürlich jemand die im Kuchen versteckte Figur finden. Der Finder wird nun König des Tages und darf die dem Kuchen beiliegende Königskrone tragen.
Da man früher traditionell eine Bohne im Kuchen versteckte, wird die kleine Figur auch heute noch fève genannt. Natürlich sind die kleinen fèves auch begehrte Sammlerobjekte, das Sammeln dieser Figuren nennt man übrigens auch favophilie. Im Bild rechts sieht man übrigens eine Sammlung von Figuren aus dem “Dschungelbuch”.
Der der Finder der fève als Glückspilz angesehen wird, gibt es auch ein Sprichwort zu diesem Thema: Trouver la fève au gâteau bedeutet soviel wie “Ein klein wenig Glück haben”.
Bildnachweis: http://fr.wikipedia.org/wiki/Fichier:Galette_des_Rois.png und http://fr.wikipedia.org/wiki/Fichier:F%C3%A9ves_livre_de_la_jungle.jpg

















