Ein Gastbeitrag
Toter Sänger der Doors liegt in Paris begraben
Paris gilt ja gemeinhin als die Stadt der Liebe, jedoch zieht es auch viele Musikbegeisterte Leute in die Metropole an der Seine. Besonders Anfang Juli kommen viele The Doors Fans in die Hotels Paris, um den Todestag ihres Idols zu gedenken und ihn in Paris zu besuchen. Jim Morrison wurde am 8. Dezember 1943 in Melbourne, Florida geboren. Er wuchs als Ältester mit einer Schwester und einem Bruder auf und musste oft den Herren im Haus spielen, da sein Vater Admiral bei der US Marine war und somit oft auf Reisen war. Schon früh wurde klar, dass Jim ein ganz besonderes Kind war, er hatte angeblich einen IQ von 149. Er interessierte sich für Poesie und gründete während der Schulzeit mit drei Freunden die Rockband The Doors. Bereits ihre erste Single ‚Light My Fire’ wurde zum Hit. Den Bandnamen The Doors entlieh Morrison dem Buch ‚The Doors Of Perception’ von Aldous Huxley, in dem es um die Bewusstseinserweiterung durch die Einnahme von halluzinogenen Drogen geht.
Erfolg und der Umzug nach Paris
Schnell wurden The Doors zu Superstars, doch brachte der Erfolg auch seine Schattenseiten mit sich. Morrison stand immer mehr unter Drogen und hatte seine Trinkgewohnheiten kaum noch unter Kontrolle. Zudem litt er unter Depressionen. Nach sechs Alben war Jim quasi am Ende und wollte die Band verlassen. Er zog mit seiner Freundin nach Paris, um sich auf seine Gedichte zu konzentrieren und erstmal Abstand zu gewinnen. Bei ihrer Ankunft im März 1971 bezogen die beiden eines der Hotels Paris im 8. Arrondissement, nämlich das ‚Georges V’. Anschließend zogen sie als Untermieter eines Models in ein Luxus Appartement im dritten Stock in die Rue Beautreillis 17. Im Mai 1971 zog das Paar für einige Tage in das Paris Hotel ‚L’Hotel’ in der Rue Des Beaux Arts Nummer 13, hier wohnten sie im selben Zimmer, in dem Oscar Wilde starb, da Morrison ein großer Fan des Schriftstellers war. Jim Morrison zog sich weitestgehend aus dem öffentlichen Leben zurück und konzentrierte sich darauf, seine Gedichte und Drehbücher zu schreiben. Jedoch trank er weiterhin, was seinen Gesundheitszustand verschlechtern ließ. Er litt an starkem Husten und Atembeschwerden, die er dadurch zu lindern versuchte, Heroin zu schnupfen. Dies galt zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Hustenheil- und Schmerzmittel.
Der Tod in Paris und sein Begräbnis
Um den Tod Jim Morrisons ranken sich zahlreiche Legenden, da seine Leiche nie obduziert wurde und sein Tod erst drei Tage nach seiner Beerdigung offiziell bekannt gegeben wurde. Laut Todesschein verstarb der Sänger am Morgen des 3. Juli in der Badewanne seines Appartements an einem Herzstillstand. Seine Lebensgefährtin behauptete, dass es sich um eine Überdosis Heroin handelte, da er versuchte seinen Husten loszuwerden. Jim Morrison wurde am 7. Juli 1971 auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise beigesetzt. Sein Grab befindet sich in der Sektion 6 und hat die Nummer 30. Hier liegen zahlreiche Berühmtheiten wie Oscar Wilde, Chopin oder Edith Piaf begraben, Morrison ist also in guter Gesellschaft. Das Grab zählt seit dem zu einem der Anziehungspunkte für viele Paris Reisende. Kurz vor seinem Tod besuchte Jim Morrison selbst diesen Friedhof und äußerte nebenbei seinen Wunsch einmal hier begraben zu werden. Er ahnte sicherlich nicht, wie prophetisch diese Aussage kurz darauf schon sein würde.

















