An der Westafrikanischen Küste wird zur Zeit geflucht, geschimpft und protestiert – auf französisch. Senegal, eine ehemalige französische Kolonie, glänzt aktuell nicht gerade mit positiven Schlagzeilen. Letzten Sonntag waren über 5 Millionen
wahlberechtigte Senegalesen aufgerufen ihre Stimme für den Präsidenten ihrer Wahl abzugeben. Aufruhr gab es im Vorfeld, bei der Nominierung der Kandidaten.
Der momentane Amtsinhaber, Abdoulaye Wade, hatte bereits zwei Amtszeiten das Vergnügen und die Verfassung sieht eine dritte eigentlich nicht vor. Der 85-jährige ist aber guten Mutes genauso viel Durchhaltevermögen wie die Queen Elizabeth II zu beweisen und ließ die Verfassungsrichter für sich arbeiten. Siehe da: Ein juristisches Schlupfloch wurde gefunden. Die besagte Verfassung trat erst einen Tag nach der Amtübernahme Wades in Kraft und somit kann man die erste Amtszeit nicht so richtig zählen. Weiterlesen: "Y’en a marre – Senegals Jugend schimpft"

