Die faszinierende Felseninsel, die eigentlich keine touristische Sehenswürdigkeit ist, sondern eher das Wahrzeichen der französischen Normandie. Der Mont Saint Michel ist eine Gemeinde mit einem Benediktinerkloster auf der Spitze der Felsen.

Die Gemeinde wurde der Legende nach im Jahre 708 vom Bischof Aubert von Avranches gegründet. Der Erzengel Michael erschien dem Bischof im Traum und forderte ihn auf, auf einer Felseninsel im Ärmelkanal eine Kapelle zu errichten. Der Bischof Aubert vernachlässigte seine Aufforderungen. Dafür brannte der Erzengel ein Loch mit seinem Finger in den Bischofs Schädel. Letztendlich errichtete Aubert ein erstes Sanktuarium zu Ehren des heiligen Michaels. Der weitere Ausbau der Klosteranlage Mont Saint Michel dauerte rund 800 Jahre. In diesem Zeitraum haben die unterschiedlichen Bauabschnitte der Anlage als Kirch, Kloster und Gefängnis gedient.
Die Lage der Insel mit den Klosteranlagen ist außergewöhnlich. Sie liegt an der Mündung des Couesnon etwa einen Kilometer vor der Küste im Wattenmeer der Normandie, nahe Avranches und der Grenze zur Bretagne.
Nur bei Niedrigwasser war die Insel von der Küste zu erreichen. Um die Wasserhürde zu bewältigen, wurde am Ende des 19. Jahrhunderts ein Damm gebaut. Die Damm-Straße sollte die Insel, unabhängig von den Ebbe- und Flut-Zeiten, mit der Küste verbinden, was aber bei der Sturmflut nicht funktioniert hat. Deswegen startete im Jahre 2006 der damalige Premierminister Dominique de Villepin ein 164 Millionen-Großprojekt, das 300 Arbeitsplätze geschaffen hat.
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