
Im Rahmen der Frankreichwochen spielt das Theater Bremen Jean Paul Sartres “Les mains sales”.
Sartre thematisiert in diesem Stück ein zentrales Anliegen seiner existentialistischen Theorie, das des politischen Engagements.
Das Stück wirft die Frage auf, ob es möglich und nötig ist, sich als Einzelner mit ideellen Überzeugungen gesellschaftlich einzusetzen – ohne sich die Hände schmutzig zu machen.
Der Inhalt ist einfach: Der junge, intellektuelle Hugo hat sich der kommunistischen Partei angeschlossen, um seine großbürgerliche Herkunft hinter sich zu lassen.
Er ist Journalist beim Zentralorgan der Partei, träumt jedoch davon, mit einer “Tat” seine wahre Überzeugung beweisen zu können.
Er bekommt den ersehnten Auftrag: er soll Sekretär des Parteifunktionärs Hoederer werden und diesen dann erschießen, da er verdächtigt wird, mit der bürgerlichen Partei zu kooperieren. Hugo bieten sich zahlreiche Gelegenheiten, die er jedoch ungenutzt verstreichen lässt, bis er plötzlich seine Ehefrau in Hoederers Armen findet. Hugo schießt und es bliebt die Frage: war es Eifersucht oder ein politischer Akt?
Insgesamt eine gelungene Inszenierung, die das Stück sowohl im Kontext seiner Entstehungszeit, aber auch der Gegenwart beleuchtet.