Am letzten Samstagabend war es wieder so weit, der größte Musikwettbewerb der Welt hat wieder stattgefunden: der Concours Eurovision de la Chanson, oder auch Eurovision Song Contest. Veranstalter dieses nun schon zum 55. Mal stattgefundenen Spektakels ist die Europäische Rundfunkunion (franz. Union Européenne de Radio-Télévision [UER]). Mit ihrem Sitz in Genf schließen sich hier derzeitig 75 Rundfunkanstalten aus 56 Ländern Europas, Nordafrikas und des Nahen Ostens zusammen. Und wer hat dieses Jahr gewonnen? Deutschland hat es nach 28 Jahren endlich zum zweiten Mal geschafft den Triumph nach Hause zu holen und wird somit Austragungsland für den Concours im Jahr 2011!
Zur Zeit der Gründung im Frühjahr 1950 waren es gerade mal 23 Rundfunkanstalten aus Europa und dem Mittelmeerraum die der Europäischen Rundfunkunion angehörten. Diese hatten es sich zum Ziel gesetzt sowohl die technische Entwicklung im Bereich Radio und Fernsehen voran zu treiben, als auch den Austausch von Nachrichtenfilmen im Verbund zu vereinfachen. 1956 fand der damals noch Grand Prix d’Eurovision de la Chanson Européenne genannte Contest zum ersten Mal in Lugano, Schweiz, statt. Damals waren allerdings erst 7 Teilnehmer mit dabei, die mit jeweils 2 Liedern an den Start gingen.
Dieses Jahr fand der Concours in Oslo, Norwegen, statt, da der Norweger Alexander Rybak im Vorjahr den Sieg für sein Land erringen konnte. Mit einem sehr hohen Niveau wie schon lange nicht mehr haben alle 25 Teilnehmer, die es bis ins Grand Finale schafften, für eine fulminante Show gesorgt. Bei der Punktevergabe mitmischen durften letztendlich alle Länder, die es bis in die Vorrunde geschafft haben, was in diesem Jahr insgesamt 39 Länder waren. Die Höchstpunktzahl mit 12 Punkten bekam der Sieger Deutschland in diesem Jahr gleich aus 9 Ländern: Dänemark, Estland, Finnland, Lettland, Norwegen, Slowakei, Spanien, Schweden und der Schweiz.
Oftmals sehr auffällig bei der Punktevergabe ist natürlich die Verteilung der hohen Punktzahlen an die jeweiligen Nachbarländer der Teilnehmer. Auch wenn dies in diesem Jahr wieder gut zu beobachten war, trifft es doch leider nicht auf die Nachbarländer Frankreich und Deutschland zu. Auch wenn sich beide Länder zwar Punkte gegeben haben, so gab es doch nur jeweils 3 Punkte für das Lied des anderen Landes. Aber zumindest in der Höhe der vergebenen Punkte waren sich beide Länder erstaunlich einig.
Frankreich selbst war mittlerweile schon 5 Mal Sieger des Concours, in 1958, 1960, 1962, 1969 und 1977. Somit würden sich die Franzosen aber dennoch wieder einmal sehr über einen Sieg nach 33 Jahren für das eigene Land freuen. In Oslo konnte Jessy Matador mit dem Sommerhit Allez Olla Olé leider nur den 12. Rang belegen. Aber der Gute-Laune-Song wird schon als heißer Anwärter auf den französischen Fußball-WM-Song gehandelt. Daher wird uns das fröhliche Allez Olla Olé wohl noch eine ganze Weile in den Ohren klingen.
Mehr Infos gibt es auf der französischen Seite des Concours Eurovision de la Chanson.
Bildernachweis:Â Eurovision Song Contest - Oslo 2010 - Photo Downloads

















