Ein Gastbeitrag von Johannes Heim
Französisch wird auf der Welt von über 200 Millionen Menschen gesprochen. Über die Hälfte von ihnen sind sogar Muttersprachler. Durch Kolonisation und durch den historischen Fakt, dass Französisch lange als eine Sprache des Adels galt, ist diese Verbreitung zu erklären. So wird Französisch in über 50 Ländern gesprochen und war, wie eben erwähnt, zum Beispiel auch unter russischen Zaren und generell den Monarchen Mittel- und Osteuropas die vorrangig gesprochene Sprache. Viele ehemalige französische Kolonien und auch Quebec, eine kanadische Provinz, haben Französisch nach wie vor als Amtssprache. Weitere Länder, in denen Französisch Amtssprache ist, sind die Schweiz, Belgien und viele Länder in Afrika. Durch das Einrichten der Academie francais gibt es auch schon lange eine Institution, die die Verwendung der Sprache überwacht und so dafür sorgt, dass sie nicht so stark wie andere Sprachen von Fremdeinflüssen verändert wird.
Allein die Verbreitung von Französisch legt also nahe, dass diese Sprache eine nicht zu unterschätzende Qualifikation im Beruf sein kann. Dem ist so, weil das hierzulande schon lange bekannt ist und weil zwischen Deutschland und Frankreich sehr gute Beziehungen bestehen, nicht zuletzt durch den ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl und den damaligen Präsident Frankreichs Francois Miterrand. So ist Französisch an vielen deutschen Schulen zumindest die zweite gelehrte Fremdsprache. Aber vielen fällt die Sprache, die an Komplexität Deutsch oftmals wenig nachsteht, nicht so leicht. Daher ist es durchaus ratsam, dass, wenn man Probleme hat, man mal eine Sprachreise unternimmt oder sich neben der Schule etwas Nachhilfe holt.
Neben Englisch wird in vielen Jobs heutzutage eine weitere Fremdsprache gefordert oder zumindest nachdrücklich erwünscht. Für den europäischen Sprachraum bietet sich Französisch dafür natürlich an, mal ganz davon abgesehen, dass eben genau dieses direkt als weitere Qualifikation gefragt ist. Die Nähe zu Frankreich und die Verbreitung der Sprache weltweit sind aber allgemein handfeste Argumente für das Französiche.
So werden viele Dolmetscher für die Vereinten Nationen und für das EU Parlament in Brüssel gebraucht, wie auch jedes Land Dolmetscher und Übersetzer für diese Sprache benötigt, wenn es mit Vertretern dieser Länder erfolgreich verhandeln will. Kann man sich diese Laufbahn selber vorstellen, dann ist ein Studium des Französischen an einer Universität oder an einer Fachhochschule mit Spezialisierung in Translationswissenschaften eine gute Idee. Wenn man kein Französisch in der Schule hatte, aber zumindest Latein, so gestaltet sich das Erlernen auch schon viel einfacher als wenn man ein vollkommener Neuling in den romanischen Sprachen ist. Wer sich also Fähigkeiten aneignen will, die allgemein die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern, dem muss mit Nachdruck Französisch ans Herz gelegt werden.
Der Gastautor ist tätig im Online-Marketing bei twago, der Online-Plattform für Freelancer wie Übersetzer und Programmierer.